Im Streit mit dem OCB über die bislang nicht erfolgte Terminfindung für den nächsten OCC haben die Partisanen nun nachgelegt. Die Partisanen erhöhen den Druck massiv und prüfen rechtliche Schritte gegen den amtierenden OCB.
Dies geht aus einem 60-seitigen, streng vertraulichen Dokument hervor, das am Donnerstag zunächst innerhalb einschlägiger Partisanenkreise kursierte und dem Okey Cokey Journal vorliegt.
Darin heißt es, die Partisanen und weitere interessierte Parteien bereiteten derzeit „die Einleitung eines Strafverfahrens gegen den OCB wegen krimineller Misswirtschaft, vorsätzlicher Verschleppung und grober Verletzung elementarer OCC-Gebote“ vor.
Kern des Vorwurfs: Der OCB komme seiner satzungsgemäßen und moralisch ohnehin alternativlosen Pflicht zur zeitnahen Findung eines Termins für den nächsten OCC nicht nach.
„Der XLI. OCC kann nicht einfach ausfallen, nur weil der OCB keinen Termin findet“
Besonders scharf kritisieren die Partisanen, dass der OCB trotz wiederholter Aufforderungen bislang keinen verbindlichen Termin auf den Tisch gelegt habe.
Nach Auffassung der Partisanen handele es sich dabei keineswegs um ein organisatorisches Detail. Vielmehr sei die Austragung des nächsten OCC das zentrale Fundament der gesamten Okey-Cokey-Ordnung.
In dem Schreiben wird dem OCB vorgeworfen, durch die Verzögerung „einen Zustand der terminlichen Anarchie“ herbeizuführen und damit „die Existenz des gesamten Wettbewerbs fahrlässig aufs Spiel zu setzen“.
Besonders pikant: Nach Informationen aus Partisanenkreisen soll der OCB wiederholt auf die schwierige Terminlage, anderweitige Verpflichtungen und angebliche „Abstimmungsprobleme“ verwiesen haben.
Die Partisanen halten dagegen:
„Ein OCB, der keinen OCC-Termin findet, ist wie ein Schiedsrichter, der den Anpfiff verweigert.“
Die Partisanen fordern den Rückzug des OCB
Die Partisanen fordern nach wie vor den unverzüglichen Rückzug des OCB aus dem Amt, sollte dieser nicht binnen kürzester Frist einen verbindlichen OCC-Termin präsentieren.
Auf einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung sollen die drei Partisanenvertreter über weitere Schritte beraten haben. Dabei sei auch die Frage diskutiert worden, ob der OCB bis zur endgültigen Klärung des Terminproblems von sämtlichen organisatorischen Aufgaben des OCC entbunden werden müsse.
Eine interne Quelle bezeichnete die Situation gegenüber dem Okey Cokey Journal als „den größten Angriff auf die internationale OCC-Ordnung seit Einführung der Loskugeln“.
Droht dem OCB tatsächlich eine Haftstrafe?
Nach Einschätzung der WOCCA könnte ein konsequentes juristisches Vorgehen erhebliche Folgen für den OCB haben.
Sollte nachgewiesen werden, dass er bewusst und wiederholt seiner Pflicht zur Terminfindung nicht nachgekommen ist, könnten ihm nach Auffassung der Partisanen weitreichende Konsequenzen drohen – vom sofortigen Entzug sämtlicher OCB-Rechte bis hin zu einer lebenslangen Sperre für die Teilnahme an der Terminfindung.
In besonders dramatischen Kreisen wird sogar bereits über eine „Haftstrafe wegen vorsätzlicher OCC-Verschleppung“ spekuliert.
Rechtsexperten weisen allerdings darauf hin, dass bislang völlig unklar sei, welches Gericht überhaupt für einen derartigen Fall zuständig wäre. Als möglicher Gerichtsstand gilt das traditionsreiche OCC-Schiedsgericht in Wedding.
Der Fall erinnert an frühere OCB-Krisen
Das Vorgehen der UEFA erinnert Beobachter an frühere Machtkämpfe innerhalb der Okey-Cokey-Welt.
Doch diesmal greifen die Partisanen den OCB frontal an. Während frühere Konflikte noch mit diplomatischen Noten, mahnenden Blicken und dem demonstrativen Verlassen von Sitzungen beigelegt werden konnten, scheint die Geduld nun erschöpft.
Der Vorwurf lautet schlicht:
Der OCB hat die Pflicht, einen Termin für den nächsten OCC zu finden – und findet keinen.
OCB schweigt
Der OCB selbst wollte sich auf Anfrage nicht ausführlich zu den Vorwürfen äußern.
Aus seinem Umfeld hieß es lediglich, man befinde sich „in fortgeschrittenen Gesprächen mit sich selbst“ und werde „zu gegebener Zeit einen geeigneten Zeitpunkt für die Bekanntgabe eines möglichen Termins zur Diskussion stellen“.
Diese Erklärung sorgte bei den Partisanen für weitere Empörung.
Ein WOCCA-Funktionär sagte daraufhin:
„Wir brauchen keinen Termin für die Bekanntgabe eines Termins. Wir brauchen einen Termin für den OCC!“
Jetzt entscheidet die Zeit
Damit steht der OCB unter massivem Druck. Die WOCCA hat ihre Drohkulisse aufgebaut, die Partisanen stehen geschlossen hinter dem Vorstoß und die internationale OCC-Gemeinschaft wartet auf das, was eigentlich längst hätte feststehen müssen:
Wann findet der nächste OCC statt?
Sollte der OCB weiterhin untätig bleiben, könnte der bisherige Terminfindungsstreit endgültig zu einer der größten Verfassungskrisen der Okey-Cokey-Geschichte eskalieren.
Oder, wie es ein hochrangiger Partisan gegenüber dem Okey Cokey Blatter formulierte:
„Wir wollen keinen Rücktritt. Wir wollen einen Termin.“






